AGAMEMNON
1.Szene
(Haus)
Wächter:
Die Götter bitt ich um Erlösung
Von der langen Wache
Zehn Jahre Sitz ich hier Und schaue
Nacht für Nacht
Ob ein Feuer Uns Den Sieg aus Troja meldet
Das ist der Auftrag Klytämnestras
Meiner Herrin
Agamemmnons Gattin
Vor zehn Jahren zogen
König Menelaos
Und sein Bruder
Agamemnon
Das Atridenpaar
Mit tausend Schiffen in den Krieg
Rache zu bringen nach Troja
Ich sitze Nacht für Nacht hier
Habe Angst Dass Schlaf mich übermannt
Und statt zu singen oder pfeifen
Um nicht einzuschlafen
Seufze ich
Ü ber das Schicksal dieses Hauses
(Licht)
Sei mir gegrüßt
Licht in der Nacht
Fackel am Horizont
Wenn Du bedeutest
Troja ist gefallen
Agamemnons Gattin will ich rufen
Daß sie entgegenjauchze diesem Feuer
Und meines Fürsten Hand Will schütteln ich
.. (ab.Verwandlung)
2.Szene
(Klytämnestra auf,zündet eine Feuerschale
an. Mann, Frau auf)
Frau
Klytämnestra opfert


Warum
Allen Göttern wird geopfert
Ü berall
Lodert die Flamme
Was bedeutet das
Mann
Als damals unsre Jungs
Nach Troja fuhren
Da wurde auch geopfert
Frau
Genau
Mann
Und oben Ganz am Himmel oben
Erschienen Adler
Frau
Adler
Mann
Zwei Adler kreisten über unsrer Flotte
Als wollten sie bedeuten
Frau
Hey Jungs Auf geht’s nach Troja

Mann
Genau
Plötzlich stiessen sie herab
Schlugen eine trächt’ge Häsin
Frassen sie Mitsamt der Brut
Und Kalchas deutete das Zeichen
Agamemmnon
Menelaos
Eure Fahrt nach Troja ist gefährdet
Zwar werdet Ihr die Stadt besiegen
Und reichlich Beute machen
Doch Artemis Obwohl Göttin der Jagd
Zürnt den Adlern
Weil die Häsin trächtig war
Sie will das Opfer nicht
Frau
Weil sie Kinder mag
Mann
Genau
Und Kalchas betete
Apollon
Bitte mach Dass Deine Schwester Artemis
Dem Heer Auf seiner Fahrt nach Troja
Nicht schlimme Winde schickt
Frau
Oder keine
Mann
Genau
Frau
Dann kommen unsre Jungs
Nicht einen Zentimeter aus’m Hafen

Mann
Oder
Dass sich Artemis
Ein Unheil ausdenkt
Das die Familie der Atriden
Verstrickt Auf alle Ewigkeit In Blutschuld
Frau
Wie
Mann
Das weiss ich nicht
Hat Kalchas nicht gesagt Auf jeden Fall
Es kam tatsächlich so
Bei Aulis hing die Flotte fest
Kein Wind Kein Lüftchen regte sich Für Wochen
Kein Wasser mehr an Bord
Die Leute murrten
Und Kalchas sprach
Er sehe eine Möglichkeit
Man könnte Artemis versöhnen
Durch ein Opfer
Welches allerdings
Für die Atriden
Frau
Allerdings
Mann
Für die Atriden schlimmer wäre
Als jedes schlimme Wetter
Frau
Kann man so sagen
Trotzdem Er hat’s getan
Mann
Wer Er hat was getan

Frau
Agamemmnon
Hat geopfert Iphigenie
Seine Tochter
Mann
Ja Natürlich
Frau
Was ist daran natürlich
Mann
Das sag ich nicht Ich sag
Natürlich Ja Er hats getan
Weil sonst Läg ja die Flotte noch bei Aulis rum
Frau
Wieso
Mann
Weil sie keinen Wind hatten
Frau
Du meinst Der Wind kam nur
Weil Agamemmnon Iphigenie opferte
Mann
Ich meine gar nichts Ich weiss nur
Was Kalchas prophezeit hat
Und das der Wind dann kam Nachdem
Frau
Sein Kind zu schlachten
Für einen Krieg

Mann
Was willst Du machen Höhere Gewalt
Gerne Hat er’s nicht getan
Aber
Das Heer verraten Menelaos Den Verbündeten
Frau
Sein eigenes Kind ist ihm nicht näher
Als die gekränkte Eitelkeit des Freundes
Dem die Frau davonläuft
Mann
Schrei mich nicht an
Ich bin nicht Agamemmnon
Frau
Ein Vater Legt sein eig’nes Kind
Gefesselt auf den Opferblock Geknebelt
Und schneidet ihm die Kehle durch
(Klytämnestra auf)
Mann
Klytämnestra
Warum brennen Feuer in der ganzen Stadt
Frau
Du hast geopfert
Klytämnestra
Troja ist gefallen
Mann
Was
Klytämnestra
Troja ist besiegt
Frau
Das heisst Der Krieg Ist aus
Klytämnestra
Ich denke doch
Mann
Seit wann
Klytämnestra
Seit heute Nacht
Mann
Hast Du Beweise Woher weisst Du das

Das hast Du geträumt
Klytämnestra
Ich pflege nicht zu träumen
Frau
Wenn Troja heute Nacht erst fiel
Woher willst Du das schon wissen
Kein Bote ist so schnell
Klytämnestra
Weil ich es weiss
Weil Hunderte von Feuern
Die man entzündet hat Von Berg zu Berg
Die Nachricht weitertrugen
Weil der Mann Der Nacht für Nacht
Da oben sitzt Um in die Finsternis zu starren
Und mir zu melden
Ob endlich das verdammte Feuer
Zu sehen ist am Horizont Das sagt
Mein Gatte Agamemmnon kehrt zurück
Aus Troja
Weil er es mir gemeldet hat
(Pause)
Frau
Der Krieg ist aus
Mann
Jetzt wär’ ich gern bei unsern Jungs
Klytämnestra
Warum
Mann
Um zu feiern
Klytämnestra
Schöne Feier
Plündern Vergewaltigen
Weil endlich man erobert hat
Was sich zehn Jahre lang verweigerte
Zehn Jahre Wut
Weil eine kleine Stadt es schafft
Dem grossen Griechenland zu trotzen
Aufgestaut in tausenden von Männern
Sind explodiert in einer Feier
(Pause)
Wenn sie Im Siegestaumel
Niederbrennen Trojas Tempel Wer weiss

Ob Trojas Götter sich nicht rächen
Noch sind sie nicht zurück
Noch trennt das Meer sie von der Heimat
Wir werden sehen
Frau
Wünscht Du Dir dass
Klytämnestra
Was
Frau
Dass sie Nicht wiederkehren
Klytämnestra
Warum sollte ich das wünschen
(Ab.Black)
3.Szene
Herold
Argos
Heimat
Vaterland
Nach zehn Jahren kehr ich wieder heim
Um manche Hoffnung ärmer Doch in einer reich
Nie glaubt ich Daß in Argos' Erde
Ich begraben würd
Und nun
Steh ich auf Heimatboden
Zeus Apollon Hermes Meine Götter
Ü ber mir
Ich seh die heiligen Stätten
Die ich so lang entbehrt
Wir sind zurück
Zerstört ist Troja Verwüstet ihre Tempel
Verbrannte Erde Bis an den Horizont
Gerechte Strafe Für den Schutz
Den Paris
Dem Verbrecher
Man gewährte
Und unser Sieg hat einen Namen
Agamemmnon
(Mann,Frau auf)
Mann
Schön wieder hier zu sein

Herold
Sehr schön
Mann
Heimweh gehabt

Herold
Ja
Sehr
Frau
Wir auch
Herold
Wieso
Ihr wart doch hier
Frau
Ja eben
Herold
Versteh ich nicht
Mann
Wir bangten Sehnten uns
Nach allen die nach Troja gingen
Frau
Uns hier allein zu lassen
Unregiert
Herold
Ist Klytämnestra tot
Mann
Nein
Herold
Also
Auf jeden Fall
Vorbei
Zehn Jahre Kälte Nässe Hitze Seuchen Durst
Zehn Jahre Kampf
Verletzte Tote Stellungskrieg
Das tägliche Wie lange noch
Ergibt sich Troja irgendwann
Wird Paris vor die Tür gesetzt Samt Helena
Nein Nichts passiert
Die Zeit schleicht vor sich hin
Ein Jahr Dann zwei
Und plötzlich sind es zehn
Zehn Jahre meines Lebens Weg Wofür
Für diese Schlampe Helena
Egal
Ich bin zurück Gesund und unversehrt
Das zählt

Danke Zeus
4.Szene
Klytämnestra(auf)
Gejauchzt hab ich
Als Feuer mir die Nachricht brachte
Troja
Eingenommen und verwüstet
Manch einer sagte spottend
Einem Feuer glaubst Du Wirst hysterisch
Trotzdem liess ich opfern Überall
Und nun
Erzähle nichts Ich wart’ auf Agamemmnon
Meinen Gatten Meinen Herrn
Ihn hier zu empfangen
Es gibt nichts schöneres für eine Frau
Als wenn ihr Mann nach Hause kommt
Aus dem Feld
Sie War ihm all die Jahre treu
Sie Hat das Haus gehütet
Und nur an ihn gedacht
Geh’ zu ihm Sag
Er möge eilen
(ab.Pause)

Herold
Glücklicher Agamemmnon
Frau
Ja
Mann
Und Menelaos
Kehrt er auch zurück
Herold
Wir haben ihn verloren
Und seine ganze Flotte
Durch einen Sturm
Nur unser Schiff blieb unversehrt
(ab)
5.Szene
Mann
Helena
Dein Name ist Tod
Wer hat sie so genannt
Frau
Weiss ich nicht
Mann
Einer der’s wissen musste
Männermordende
Stadtzerstörende
Frau
Schiffversenkende
Mann
Schiffversenkende Helena
Genau
Verlässt ihr Ehebett
Um in ein anderes zu schleichen
Frau
Nicht in ein anderes
In das von Paris
Mann
Ja
Und

Frau
Was und
Mann
Was willst Du damit sagen
Frau
Zum Ehebruch gehören drei Nicht zwei
Ohne Paris Wär das nicht passiert
Mann
Paris oder nicht Paris
Sie hat ihn verführt
Frau
Und wer entführte sie nach Troja
Mann
Paris
Frau
Eben
Mann
Auf jeden Fall
Für Troja war’s ein Fehler
Die beiden aufzunehmen
Wie der Mann
Der ein verwaistes Löwenbaby adoptierte
Es aufzog
Und als Kuscheltier benutzte
Frau
Trau Schau Wem
Mann
Ein Sprichwort sagt
Zu grosses Glück zieht Unglück nach sich
Ich würde sagen
Hochmut kommt vor dem Fall
Wer nie sich was zuschulden kommen lässt
Hat auch nichts zu befürchten
Frau
Sprichst Du von Paris oder Menelaos
Mann
Sowohl als auch
Ganz allgemein

(Agamemmnon auf mit Kassandra)
6.Szene
Mann
Mein König
Atreus Sohn
Bezwinger Trojas
Wir sind Ich geb’ es zu Befangen
Bei der Frage
Wie soll man Dich begrüssen Ohne
Zu übertreiben
Und trotzdem Dich zu würdigen
Ohne Heuchelei
Als Du aufbrachst Damals In den Krieg
Schien uns Schien mir Dass Du Vielleicht
Ein wenig rasch
Frau
Zu rasch
Mann
Dich in diese Sache stürztest Ohne
Die Götter nochmal zu befragen
Auch die
Entscheidung
In Aulis
Frau
Dein Kind zu opfern
Mann
Ja
Frau
Iphigenie
Weil ein Priester
Mann
Ja
Doch das war gestern
Frau
Was
Mann
Ende gut Alles gut

Agamemmnon
Bürger von Argos
Mein Dank gilt unsern Göttern
Die mir zur Wiederkehr verhalfen
Und Argos
Zu seinem Recht
Am Todesrauch
Der über Trojas Trümmern hängt
Erkennt man es
Argos Göttern Dank und nochmals
Dank
Ich weiss Was dieser Sieg uns kostete
Ich selbst Und viele hier
Beklagen den Verlust von Angehörigen
Viele fragen nach dem Sinn
Der ganzen Unternehmung überhaupt
Ich stelle
In der Volksversammlung
Mich Jeder Diskussion
Soviel für jetzt
Es ging In diesem Krieg
Nicht um private Kränkung
Nicht Eitelkeit
Von Menelaos
Die Frage war
Was will ein Staat sich bieten lassen
Wenn Gastrecht so missbraucht wird
Paris entführt die Frau des Königs
Und Troja bietet ihm Asyl
Anstatt ihn auszuliefern
Wenn wir das dulden
Ist dies der erste Schritt in eine Welt
In der nichts heilig ist
Dass Troja heut’ in Schutt und Asche liegt
Ist Trojas eigener Entschluss
Und dient als Mahnmal allen
Die
Mit dem Gedanken auch nur spielen
Internationales Recht zu ignorieren
Die Opfer Die wir bringen mussten Schmerzen
Sie waren
Nicht umsonst

7.Szene
Klytämnestra(auf)
Mein Mann
Ich liebe Dich
Wer
Wie ich So lang gewartet hat
Nicht wissend Welches der Gerüchte wahr
Er kommt zurück Nein Er ist tot
Nicht tot Doch schwer verwundet Ja
Verstümmelt
Wer
Wie ich
Von Hoffnung und Verzweiflung
Hin und her gerissen
Nächte durchgeweint
Der schämt sich nicht
Dies öffentlich zu sagen
Willkommen
Lieber Mann
Agamemmnon
Danke
Wo ist mein Sohn Orest
Klytämnestra
In Sicherheit
Strophius Dein Freund Er nahm ihn zu sich
Damit In dieser herrscherlosen Zeit
Er nicht das Opfer würde
Von Anarchie
Und Willkür Deiner Untertanen
Deshalb ist er nicht hier
Vorbei die dunkle Zeit
Der Herrscher ist zurück
(sie breitet Tücher aus)
Dein Haus erwartet Dich
(legt sich auf den Boden)
Agamemmnon
Steh auf
Ich bin Dein Mann Kein Gott
Noch so verweichlicht Dass mit Seide man
Den Weg mir auslegt
Denk an die Leute
Klytämnestra
Was gehen mich die Leute an
Agamemmnon

Mich Schon
Klytämnestra
Hast Du Angst
Agamemmnon
Es ist nicht angebracht Wirkt überheblich
Klytämnestra
Wer Angst hat vor dem Neid der Leute
Glaubt nicht an sich
Agamemmnon
Und Du suchst Streit
Klytämnestra
Und Du
Musst immer siegen
Gib einmal nach
Du Sieger Du
Agamemmnon
Wenn’s dem Ehefrieden dient
(zieht die Schuhe aus)
Das Mädchen hier
Kassandra
Ist ein Geschenk
Von meinen Leuten
Dafür Dass wir gesiegt in Troja (ab)
8.Szene
Klytämnestra
Zeus
Vollende Du Was ich erfleht
Frau
So schön So friedlich So harmonisch
Ist dieses Wiedersehn
Zu schön
Klytämnestra
Du
Komm her
Ja Du Kassandra
Komm ins Haus
Kein falscher Stolz
Wenn schon versklavt
Dann wenigstens bei guten Herren
Zeus war Dir gnädig
Du hättest auch in Troja sterben
Und vorher vergewaltigt werden können

Frau
Da hat sie leider recht
Geh mit hinein
S’ hat keinen Sinn
Zu hadern mit dem Schicksal
Klytämnestra
Sie hat genau verstanden
Mann
Kassandra
Klytämnestra
Ich habe keine Lust
Hier lange rumzustehen und zu bitten
Heut ist Schlachttag Also
An die Arbeit
Mann
Vielleicht versteht sie uns’re Sprache nicht
Klytämmnestra
Ach ja
Mann
Sie wirkt wie unter Schock
Klytämnestra
Du fällst auf alles rein
Ich kenne diesen Blick
Nichts einfacher als das
Neinnein Sie ist Ganz offensichtlich
An Arbeit nicht gewöhnt und ahnt
Was sie erwartet
Das ist der Schock
Mehr hab ich nicht zu sagen
Ich erwarte sie im Haus
(ab)
9.Szene
Frau
Kassandra
Kassandra Komm
Mann
Auch wenn’s Dir nicht gefällt
Willkommen In der neuen Welt

Kassandra
Apollon
Mann
Wen ruft sie an
Apollon
Frau
Apollon ist kein Gott
Der gern mit Gram behelligt wird
Kassandra
Apollon
Mann
Schon wieder
Frau
Lass das Kind
Apollon ist auf diesem Ohre taub
Kassandra
Apollon
Warum in dieses Haus
Gemieden von den Göttern
Ein Haus der Schuld
Des Mordes
Voll von Blut
Kinder schreien
Tot
Gebraten
Vater isst sie auf
Mann
Wir brauchen keine Seher hier
Kassandra
Was hat sie vor
Der Mann
Sie schläft mit ihm
Er legt sich in ein Bad
Sie hat es ihm bereitet
Sie wäscht ihn
Mann
Verstehst Du was
Frau
Halt die Klappe

Mann
Was
Frau
Du sollst die Klappe halten
Kassandra
Sie hebt das Beil
Der Mann Er sieht es nicht
Er hat die Augen zu
Er schläft
Ist eingeschlafen in dem Bad
Liegt Wie ein Kind Im warmen Wasser
Lächelnd
Froh Daheim zu sein
In ihren Armen In ihrem Bett
Sie Hebt das Beil
Frau
Wer hebt das Beil
Kassandra
Mann
Ich bin zwar kein Orakelspezialist
Doch was sie da
Zusammenphantasiert
Klingt nicht gut
Frau
Kennst Du ein Orakel das gut klingt
Mann
Nein

Frau
Eben
Mann
Eben was
Frau
Das gibt es nicht
Mann
Was gibt es nicht
Frau
Gute Orakel
Mann
Das sag ich doch
Frau
Nein Sagst Du nicht Du sagst
Ich bin zwar kein Orakelspezialist
Mann
Doch was sie da zusammenphantasiert
Klingt nicht gut Genau
Wer sagt denn überhaupt
Dass Was sie sagt
Dass das ein Orakel ist
Dass sie Eine Seherin ist
Kassandra
Apollon
Ich soll sterben durch das Beil
Paris
Todes Bräutigam
Für Troja
Für mich
Für dieses Haus
Uralte Schuld Getilgt aufs neu
Nie hörten die Erinyen auf
Sich sattzusaufen
An der Atriden Blut
Zu rächen an Thyestes sich
Der seines Bruders Atreus Bett entweihte
Frau
Bitte
Mann
Woher kennt

Sie kommt aus Troja Diesen Fluch sie
Der das Herrscherhaus getroffen
Kassandra
Zwei Kinder Hingemetzelt
Ihre Eingeweide
In den Händen haltend
Der eig’ne Vater isst davon
Sie sitzen vor dem Haus
Im Haus Der Rächer Mörder Ehebrecher
Feige wartend auf den Herrn
Siegreich heimgekehrt aus Troja
Nicht wissend
Dass Verrat ihm droht
Von seiner Frau
Und Tod
Gelogen ist die Liebe
Die sie schwur
Falsch die Freude
Dass er lebt
Sie hebt das Beil
Sie tötet ihn
Frau
Bitte
Mann
Das mit Thyestes habe ich verstanden
Doch der Rest
Kassandra
Agamemmnon tot
Im Haus geschieht Was niemand hindert
Mord
Frau
Agamemmnon tot
Wer mordet
Was geschieht im Haus
Was hindert niemand
Kassandra
Das Beil
Das Agamemmnon trifft
Es tötet wieder
Der Sohn kehrt heim
Zu rächen seinen Vater
Der Sohn
Vergiesst das Blut der Mutter
Das ist der letzte Mord
So wollen es die Götter
Willkommen Tod

(sie geht zum Haus)
Frau
Du weisst
Was Dich erwartet
Und gehst ins Haus
Flieh Rette Dich
Hast Du keine Angst
Kassandra
Wovor
Frau
Vorm Tod
Kassandra
Warum
Frau
Warum
Du stirbst
Du lebst Nicht mehr
Kassandra
Ich weiss
(Kassandra ab ins Haus)
10.Szene
Mann
Wie gewonnen So zeronnen
Frau
Bitte
Mann
Agamemmnon
Eben scheinbar Glückspilz noch
Ein Sieger
Liebling des Olymp
Kommt zurück Aus Troja Ruhmgekrönt
Und plötzlich
Iphigenie
Atridenfluch
Alte Rechnungen
Von denen er nichts ahnt
Frau
Ja und

Mann
Ich frage mich Was besser ist
Zu wissen Was auf einen zukommt
Oder nicht
(Schrei)
Was war das
Frau
Das kam aus dem Palast
(Schrei)
Der König
Das war die Stimme Agamemmnons
Sie hats getan
Hörst Du
Mann
Ja Ja
Und jetzt
Frau
Wir müssen rein Nein Hilfe holen
Wir müssen irgendetwas tun
Mann
Hm Ja Vielleicht
Vielleicht auch nicht Ich meine
Frau
Was
Mann
Die Frage ist
Sind wir befugt Uns einzumischen
Frau
Warum denn nicht
Mann
Familienangelegenheit
Frau
Du spinnst
Der König umgebracht Der uns regiert
Mann
Das weisst Du nicht
Frau
Was weiss ich nicht
Dass er der König ist
Mann

Ob man ihn umgebracht Wir hörten
Einen Schrei
Das muss nicht heissen
Er ist tot
Frau
Sie hats doch prophezeit
Kassandra
Mann
Sie hat es prophezeit
Doch Ist es wahr
Frau
Der Schrei
Zweimal
Mann
Gut
Angenommen Er ist tot
Dann ist es jetzt zu spät
Hineinzugehen
(die Mauer fällt um.Klytämnestra, die Leichen
Agamemmnons und Kassandras)
Klytämnestra
Was ich gesagt zehn Jahre lang
Es war gelogen
Ich musste täuschen meinen Mann und Argos
Ü ber das Was ich seit langem plante
Zehn Jahre spielte ich die treue Gattin
Die sich verzehrt in Sehnsucht Nach dem Mann
Der in der Fremde Ach so tapfer
Für uns’re Sache kämpft
Mann
Wir Sind erstaunt Zu hören
Klytämnestra
Bitte
Mann
Wie gelassen Du
Den Mord an Deinem Mann gestehst
Klytämnestra
Und
Jetzt
Mann
Wir denken dass die Bürger dieser Stadt

Dich hier nicht länger dulden werden
Klytämnestra
Als Agamemmnon Iphigenie Opferte in Aulis
Wo war da Eure Stimme
Wo Euer Mitleid als Für guten Fahrtwind
Er uns’re Tochter hingeschlachtet
Ihr wollt mir drohen
Gut Ich drohe Euch
Wenn Ihr mich verbannen wollt aus Argos
Versucht es
Mit Gewalt
Und wenn die Götter and’rer Meinung sind
So werdet Ihr die Folgen spüren
Mann
Woher nimmst Du das Recht
Klytämnestra
Von den Göttern
Mit deren Hilfe
Ich meinen Mann erschlug
Und sein Geschenk aus Troja
Kassandra
Seherin in Agamemmnons Bett
Ich habe keine Angst vor Euch
Weil mich Aigisth
Beschützen wird
(Aigisth auf)
11.Szene
Mann
Wie ich sagte
Helena
Dein Name ist Tod
Erst uns’re Jungs
DannAgamemmnon
Klytämnestra
Schieb nicht die Schuld auf Helena
Sie hat den Krieg nicht angezettelt
Frau
Warum hat ein Dämon
Aufgesucht dies Haus
Klytämnestra
Und

Wie lang noch wird er bleiben
Er ist schuld
Der Dämon
Dass diese Wunde weitereitert
Frau
Zeus
Zeus hätt’ es in der Hand
Krieg oder Frieden Er bestimmt
Was Menschen tun
Ich bin verwirrt Weiss nicht
Soll ich um Agamemmnon trauern
Oder nicht
Klytämnestra
Und da sagt Ihr
Ich Hätte Agammemnon umgebracht
Ich bin nur
Ein Werkzeug
In der Hand des Dämon
Er hat meinen Mann erschlagen
Zur Vergeltung für den Mord
Den Agamemmnons Vater Atreus
Einst beging
An Thyestes
Seines Bruders Kindern
Mann
Trotzdem
Du hast ihn getötet
Frau
Agamemmnon
Unser König
Tot
Klytämnestra
Zu Recht
Würd’ Agamemmnon sagen
Wenn er im Hades Iphigenie begegnet
Frau
Ich weiss nicht mehr Was falsch Was richtig ist
Soll man ihn beklagen
Ihn begraben
Darf an seinem Grab man für ihn beten
Oder nicht
Klytämnestra
Zerbrecht Euch meinen Kopf nicht

Er fiel durch mich
Und ich werd’ ihn begraben
Doch ohne Trauerfeier
Frau
Wenn Zeus das will
Dann soll es wohl so sein
Mann
Blut klebt an diesem Haus
Klytämnestra
Ich bete
Dämon
Lasse ab von diesem Haus
Zieh weiter
Such’ Deine Opfer anderswo
Ich will
Den grössten Teil meines Besitzes spenden
Wenn das den Fluch beendet
Aigisth
Für mich ist dies ein Tag der Freude
Der Gerechtigkeit
Dieser Mann
Zahlt für die Taten seines Vaters Atreus
Der meinen Vater Seinen Bruder
Tyestes
Erst verbannte Aus der Stadt
Dann zurück ihn lockte
Und Als Begrüssungsmahl
Das Fleisch der eigenen Kinder ihm servierte
Mich ausgenommen
Mein Vater Der Erneut verbannt Wie ich
Verrecken durfte In der Fremde
Schickte den Fluch auf Atreus Haus
Die Götter haben ihn erhört
Ich stehe heute Hochbefriedigt
An der Leiche Agamemmnons
Und danke Zeus
Frau
Und Dir sag ich
Du wirst der Wut der Bürger Argos
Nicht entgehn
Mann
Und Deiner Strafe
Aigisth
Euch schützt das Alter

Nicht vor Gefängnis Hunger Siechtum Qualen
Mann(zu Klytämnestra)
Zehn Jahre hast Du Agamemmnons Bett
Besudelt
Der für uns sein Leben wagte
In Troja
Frau
Und Du hast diesen Mord geplant
Aigist
Vorsicht
Frau
Willst Du
Zu feige Selbst die Tat zu wagen
Dich hinter einer Frau versteckend
In Argos König spielen
Aigist
Ich diskutiere nicht mit Euch
Ü ber die Frage
Ob der Zweck Die Mittel heiligt
Nun Da wir im Besitz der Macht
Sage ich Euch
Wer nicht für uns ist Der ist gegen uns

Mann
Orest Wenn er zurückkehrt
Aigist
Wenn
Mann
Wird Euch vernichten
Aigist
Du
Wirst es nicht erleben
Klytämnestra
Halt Lieber Halt
Es war mir ernst Als Ich den Dämon bat
Lass ab von diesem Haus
Such Deine Opfer anderswo
Ich möchte Frieden
Was gescheh’n ist Ist geschehen
Die Rechnung wird auf Null gestellt
Ich wende mich Als Frau An alle Frauen
Wirkt auf Eure Männer ein
Geht nach Hause
Aigist
Ich lasse mich Als neuer König
Nicht ungestraft beschimpfen
Als Feigling
Frau
Und niemals würden einen Feigling
Wir als König akzeptieren
Aigisth
Wir sprechen uns
Frau
Am Tag der Ankunft von Orest
Aigisth
Die Hoffnung
Ist ein sanftes Ruhekissen
Mann
Wohl dem der es besitzt
Aigisth
Sprich weiter Mach Dich nur beliebt
Frau

Es sprach der Hahn
Kikeriki
Dann stieg er auf die Henne
Klytämnestra
Lass bellen sie
Herrschen
Werden wir
Ende des ersten Teils


CHOEPHOREN
1.Szene
Orest
Hier Vater Stehe ich
Orest
An Deinem Grab
Nicht war ich da
Dich zu beweinen
Hielt nicht Deine Hand
Bevor man Dich
In dieser Gruft
Verschloss
Heimzuzahlen ihre Schuld den Mördern
Anzutreten
Mein und meiner Schwester Erbe
Bin ich hier
Dies Pfand
(schneidet sich eine Locke ab,legt sie aufs Grab)
Sei meines Willens Zeichen
Hilf Vater
Hilf

2.Szene
(Elektra auf,geht ans Grab.
1.Dienerin,2.Dienerin auf)
1.Dienerin
Von Träumen aufgeschreckt
Irrt Klytämnestra durch das Haus
Rauft sich die Haare
Haut die Nägel sich ins Fleisch
Und schickt an Agamemmnons Grab Elektra
Mit Opfergaben
Den Toten zu versöhnen
2.Dienerin
Liebloses Opfer das
1.Dienerin
Es gibt nur eine Sühne
Für vergossenes Blut
2.Dienerin
Blut
1.Dienerin
Uns kann’s egal sein
2.Dienerin
Seit man uns hergeschleppt aus Troja
Als Beute
Sind unterworfen fremder Herrschaft wir
Elektra
Ihr
Die als Sklaven ihr
In unserem Hause dient
Ich frage Euch
Was sage ich
Wenn ich benetze meines Vaters Grab
Mit diesem Gruss der Mutter
Dem lieben Gatten schickt
In Liebe
Seine Gattin dies
Oder
Der Spender hofft
Die Gabe freut den Nehmenden
Giess ich die Schale einfach schweigend aus
Und werf’ sie weg
Was meint Ihr Sprecht
Habt keine Angst

Uns eint der Hass
Auf uns’re Unterdrücker
2.Dienerin
Sag
Alles Liebe denen
Die Dich lieben
Elektra
An wen denke ich dabei
2.Dienerin
An Dich
1.Dienerin
An alle Feinde von Aigisth
Elektra
Das heisst
An mich und Euch
1.Dienerin
Nicht nur
Elektra
Wen noch
1.Dienerin
Orest
2.Dienerin
Auch bete für die Mörder
1.Dienerin
Sag
Kommen soll
Der rächen wird den Mord
Elektra
Das
Soll ich die Götter bitten
2.Dienerin
Warum nicht
1.Dienerin
Aug’ um Auge
Zahn um Zahn
Elektra

Götter des Dunkels und des Lichts
Euch diese Spende
Ich bitte Vater Dich
Vergiss nicht Deinen Sohn Orest
Und mich
Elektra Deine Tochter
Versklavt im eig’nen Hause Ich
Verstossen In der Fremde
Irrt umher mein Bruder
Enterbt Wir beide
Von der eig’nen Mutter
Die hin sich gibt Aigisth
Mit ihm verprasst
Was Du geschaffen hast
Ich bitte Dich
Orest soll heimkehr’n
Und Deinen Feinden
Schicke Rache
Lass werden nie
Wie meine Mutter mich
(giesst)
Was ist das
Eine Locke
Auf Agamemmnons Grab
Wer ausser mir in Argos
Könnte dieses tun
1.Dienerin
Aus Argos keiner
Elektra
Wer sonst
2.Dienerin
Vielleicht Orest
Elektra
Du sprichst im Scherz
Doch wenn die Locke ich vergleiche
Mit meinem Haar
1.Dienerin
Was
Elektra
Wüsst’ ich weit weg ihn nicht
Ich sagt
Die Locke stammt von ihm
2.Dienerin

Orest
Hier in der Stadt
Elektra
Wie könnt’ er wagen sich Nach Argos
Wo jeder
Nach der Pfeife meiner Mutter tanzt
Kritik gekauft
Und Widerstand gebrochen wurde
(Orest auf)
3.Szene
Orest
Die Götter
Deinen Vater
Batest Du um meine Rückkehr
Ich bin Orest
Elektra
Fremder
Machst Du Dich lustig über mich
Orest
Ich bin Orest
1.Dienerin
Ich wäre wen’ger laut
Die Feinde schlafen nicht
Orest
Apollon schützt mich
Er befahl mir
Suche Agamemmnons Mörder
Sonst quälen Dich Gebrechen
Lebenslang
Geächtet wirst Du von den Menschen
Bist vor den Moiren Auf der Flucht
Die Rache fordern
Für des Vaters Blut
Deswegen bin ich hier
Unerträglich
Ist mir der Gedanke
Dass Klytämnestra und Aigisth
Die Stadt regieren
Unser Erbe mindern
1.Dienerin
Jetzt Moiren
Blut um Blut

2.Dienerin
Und Tat um Tat
1.Dienerin
Und Mord um Mord
2.Dienerin
Und Leid um Leid
1.Dienerin
So lautet das Gesetz
Orest
Mit welchen Worten
Bitten wir um Kraft
Den Vater
1.Dienerin
Die Toten mögen kein Geschrei
2.Dienerin
Ein Gebet
Im richt’gen Ton
Und die Geister kommen schon
Elektra
Hör Vater uns
Elektra und Orest
Wir
Deine Kinder
Knie’n an Deinem Grab
Ohn’ Recht im eignen Land
Orest
Wärst Unter Kameraden
Vor Troja Du gefallen
Elektra
Ich wünscht
Nicht hier
Und nicht in Troja
Hätt Dich der Tod getroffen
Doch zehnfach
Deine Mörder
Orest
Den Schicksalsfluch
Den Du vollstreckt an unser’m Vater
Zeus

Nicht wende ab ihn von der Mutter
Nicht von Aigisth
Elektra
Wann Zeus
Wirst sie vernichten Du
Einsetzen uns ins Recht
Erfüllen das Gesetz
1.Dienerin
Das Blutgesetz
Elektra
Und neu begründen das Vertrauen
Der Menschen in die Götter
Orest
Nicht wissen wir Wohin
Uns wenden
Hilfst Du uns nicht Denn niemand blieb
Aus Atreus’ Haus
2.Dienerin
Ist’s richtig Wie Orest Zu jammern
Oder Wie Elektra
Mit klarer Stimme anzurufen
Zeus
1.Dienerin
Ich weiss es nicht
Elektra
Ich hasse meine Mutter
Auch wenn sie mich gebar
Mein Vater Abgeschlachtet und verscharrt
In ungeweihter Erde
Ohne Trauerfeier
Orest
Was sagst Du
1./2.Dienerin
Ohne
Trauerfeier
Elektra
Wie einen Sklaven mich Nein schlimmer
Zu behandeln
Mich

Elektra
König Agamemmnons Tochter
Ein Körper nur
Ein Fetzen Fleisch
Verfügbar jedem
Tag und Nacht
Orest
Ohne Trauerfeier
1./2.Dienerin
Ja
Orest
In ungeweihter Erde
1./2.Dienerin
Ja
Elektra
Hast Du verstanden Bruder Mich
Orest
Ich glaube ja
Elektra
Hab’ ich erwartet Dich umsonst
Umsonst gebetet
Der Vater umgebracht
Die Schwester eine Hure
Was wirst Du tun
Bist Du ein Mann
Wo ist Dein Zorn
Wo Deine Waffe
Sie zu töten
Beide
Orest
Wer schickte diese Spende an sein Grab
Elektra
Klytämnestra
Orest
Warum
Aus Reue
Elektra
Ist das wichtig
Orest

Ja
Für mich
Elektra
Warum
Orest
Weil ich nicht weiss
Wenn sie bereut
Und diese Spende ist
Ein Eingeständnis ihrer Schuld
Vielleicht hat Zeus
Hat Agamemmnon
Ihr verziehen
Elektra
Nicht Reue
Angst hat sie veranlasst
Rauszuschicken mich heut Nacht
Ein Traum
2.Dienerin
Ein böser Traum
1.Dienerin
Das stimmt
Sie schrie im Schlaf
Ein Drache Zeus Ein Drache Hilf
Als in das Zimmer stürzten wir
Sass nackt im Bett sie
Starrt
2.Dienerin
Auf ihre Brust
1.Dienerin
Starrt vor sich hin
2.Dienerin
Auf ihre Brust Und sagt
Mein Kind Schaut her Ein Drache
Wir
Ein Drache Wo
Sie Hier An meiner Brust
Mein Kind Das eben ich gebar
Es ist ein Drache
Es saugt nicht Milch
Nein Blut

1.Dienerin
Dann schrie sie
Holt Elektra
Elektra
Und schickt’ hinaus
Ans Grab mich Mit den Worten
Du Lieblingstochter Agamemmnons Nimm
Du Nichtgeopferte
Die Schale hier
Giess aus sie dort
Wo seine Leiche liegt
2.Dienerin
Du bist
Der Drache den sie fürchtet
1.Dienerin
Der das Blut ihr aussaugt
2.Dienerin
Du bist das Kind an ihrer Brust
Elektra
Wirst Du handeln
Töten sie
Ihr Traum befiehlt es Dir
(ab ins Haus)
4.Szene
2.Dienerin
Männer
Frauen
Wer ist schuld
1.Dienerin
Woran
2.Dienerin
An diesen Katastrophen
1.Dienerin
Die Frage
Stellst Du falsch
2.Dienerin
Wieso

1.Dienerin
Zu fragen wär
Was lässt uns schuldig werden
Sind wir es Sind’s die Götter
Die entscheiden
Was wir tun
Ob Mann ob Frau Wir sind
Nicht freien Willens
2.Dienerin
Doch
Ich schon
1.Dienerin
Das heisst
Du bist aus freien Stücken hier
In Argos
2.Dienerin
Nein
1.Dienerin
Und wer ist schuld daran
2.Dienerin
Der uns geraubt hat
Agamemmnon
1.Dienerin
Nein
2.Dienerin
Wer sonst
1.Dienerin
Paris
Helena
Die Götter Die gewollt
Dass Paris Helena entführte
Die zuvor verführt hat ihn
2.Dienerin
Oder
Er
Sie
1.Dienerin
Tot Iphigenie
Agamemmnon

Klytämnestra und Aigisth bald tot
Warum
Atridenfluch
Götter lenken
Menschen handeln
(Orest geht zum Haus)
5.Szene
Orest
Hallo
Klytämnestra(off)
Wer da
Orest
Ich bringe Botschaft von Orest
Klytämnestra(auf)
Wer bist Du
Orest
Botschaft bringe ich
Von Strophius
Aus Phokis
Agamemmnons Sohn Orest
Gestorben ist nach kurzer Krankheit er
Soll begraben werden er in Phokis
Oder wünscht man seine Asche hier
In Argos
Klytämnestra
Jetzt holt der Fluch
Die letzte Hoffnung dieses Hauses
Orest
Seid Ihr Klytämnestra
Klytämnestra
Ja
Orest
Das tut mir leid
Wer ist gern Bote schlechter Nachricht
Klytämnestra
Du oder jemand anders
Komm herein
Erhole von der Reise Dich

(beide ab)
6.Szene
1.Dienerin
Schicksal
Jetzt nimm Deinen Lauf
(Elektra auf)
Wohin
Elektra
Aigisth Sagt sie
Soll holen ich sofort
Dass von dem Boten
Selber hör’ die Nachricht er
Von Orestens Tod
2.Dienerin
Wie Sagte sie
Soll kommen er
Elektra
Wie wie
2.Dienerin
Mit Wache oder ohne
Elektra
Hat sie nicht erwähnt
1.Dienerin
Dann kommt er mit
Es sei denn
Elektra
Was
2.Dienerin
Du sagst ihm
Klytämnestra wünsche
Dass er ungesehen
Her sich schleiche
Nicht erwarten könne sie
Mit guter Nachricht zu beglücken ihn
(Elektra ab)
7.Szene

1.Dienerin
Oh Zeus
Lass kommen ihn allein
2.Dienerin
Apollon
Gib Orest die Kraft
Zu tun die Tat
Wenn Klytämnestra schreit
Mein Sohn
Lass schreien ihn
Mein Vater
(Aigist, Elektra auf)
8.Szene
Aigisth
Ein Bote hör ich ist im Haus
Mit Nachricht von Orestens Tod
Das wäre schrecklich
Wisst Ihr was
2.Dienerin
Nur dass
Ein Bote ist im Haus
1.Dienerin
Sonst nichts
(Aigisth, Elektra ab ins Haus)
9.Szene
2.Dienerin
Was meinst Du
Wer gewinnt
1.Dienerin
Es wird sich zeigen Ob Orest
Ob Agamemmnon Oder
Ob Aigisth und Klytämnestra
Der Götter Gunst geniessen
(Schrei im off.Aigisth auf,blutend
rennt ins off)
2.Dienerin
Die Sache scheint entschieden
(Orest auf,rennt Aigisth hinterher ins off)

1.Dienerin
Und nicht zugunsten von Aigisth
Klytämnestra(auf)
Aigisth
2.Dienerin
Er kann Dich nicht mehr hören
Klytämnestra
Aigisth
Orest(auf)
Was schreist Du Mutter
Sag
Aus Liebe
Dann folg’ aus Liebe ihm ins Grab
(Elektra auf)
Klytämnestra
Das willst Du tun
Durchstossen diese Brust
An der Du lagst als Kind
Elektra
Der Schicksalsfluch
Vollstreckt an unser’m Vater
Nicht wende ab ihn von der Mutter
Nicht von Aigisth
Apollon schützt mich
Er befahl mir
Suche Agamemmnons Mörder
Du
Orest
Das waren Deine Worte
An Agamemmnons Grab
Orest
Komm Mutter
Leg’ neben den Geliebten Dich
Im Tod vereint
Klytämnestra
Alt werden will mit Dir ich
Orest
Als Mörd’rin meines Vaters
Klytämnestra
Daran ist schuld die Moira

Orest
Dann auch an Deinem Tod
Klytämmnestra
Und dass ich Dich verfluchen könnte
Schreckt Dich nicht
Orest
Du hast mich auch verstossen
Klytämnestra
In Sicherheit gebracht
Bei einem Freund
Orest
An ihn verkauft
Klytämnestra
Verkauft
Zu welchem Preis
Orest
Ihr wisst es
Klytämnestra
Und Dein Vater
War er treu
Orest
Er war im Krieg
Du nicht
Klytämnestra
Ich war
Sehr lang allein
Orest
Gelegenheit genug
An ihn zu denken
Klytemnästra
Ist das Dein Ernst
Du willst mich töten
Orest
Du hast es so gewollt
Klytämnestra
Dann hüte vor den Rachehunden

Deiner Mutter Dich
Orest
Und meines Vaters Rachehunde
Wer besänftigt die
Klytämnestra
Du bist der Drache den Im Traum
Mit meinem Blut ich stillte
Orest
Was Du getan hast Ohne Zwang
Wird jetzt
Dir aufgezwängt
(schleift Klytämnestra ins off)
10.Szene
Elektra
Ich danke Zeus
Apollon
Genommen ist der Fluch
Von unserm Haus
Vertilgt die Schande
Die Aigisth und meine Mutter
Ü ber uns gebracht
Und neu begründet
Agamemmnons Herrschaft
Durch Orest
(ab)
2.Dienerin
Was heisst für unser Schicksal das
Sind wir frei
1.Dienerin
Wenn fragen wir
Kann Ja die Antwort sein
Und nein
Wenn nicht wir fragen
Gibt es keine Antwort
2.Dienerin
Das heisst
1.Dienerin
Wir fragen nicht
Erklären uns für frei
Wir gehen einfach weg

Denn Argos
Hat jetzt andere Probleme
(beide ab)
11.Szene
Orest(auf,die Leichen hinter sich herziehend)
Jetzt Wo getan
Was ich versprach an Vaters Grab
Erfüllt Apollons Auftrag
Befallen Zweifel mich aufs neu
Nicht Ob es recht war Dass Aigisth
Ich in den Tod geschickt
Doch Mutter
Hat den Mord an Vater
Sie geplant nur
Oder selbst verübt
Ich weiss es nicht
Wenn nicht getötet hat sie
Eigenhändig Vater
Wenn nicht vergossen sie
Sein Blut
An meinen Händen klebt das ihre
Dann bin ich schuldiger als sie
Die nur gewünscht
Geplant hat
Was ich tat
(Erinyen auf)
Oh weh
Mir ist als sehe ich
Die Moiren dort
Die Rachehunde meiner Mutter
Grässlich
Nein
Ein Wahnbild nur
Apollon hat befohlen
Was ich tat
Weg weg
(Erinnye auf)
Schon wieder eine
Hilf Apollon hilf
Apollon(aus dem Schnürboden auf)
Hab keine Angst
Die bösen greisen Mädchen
Ungeliebt seit je
Von Mensch und Tier und Gott
Sie können Dir nichts tun
Ich schütze Dich

Nach Delphi geh
Zum Tempel der Athene
Dort findest Richter Du
Die frei Dich sprechen werden
Denn ich befahl Dir ja
Zu töten Deine Mutter
Ende des 2. Teils

EUMENIDEN
1.Szene
(Orest, um ihn herum die schlafenden Erinyen.
Apollon, über ihnen schwebend)
Orest
Athene
Klytämnestra(auf,schreit)
Ihr schlaft
Lasst unbehelligt ihn
Der sich verging am Blut der Mutter
Gebrochen hat das älteste Gesetz
Ihr duldet das
(Erinyen stöhnen)
Ihr stöhnt
Mein Schmerz wird Eurer sein
Auf ewig
Lasst ihn entkommen Ihr
(Erinyen stöhnen.Taubenheim wacht auf)
Wacht auf
Im Traum fangt Ihr den Mörder nicht
Taubenheim
Wer weckt uns
Klytämnestra(schreit)
Klytämnestra
Ich
(Schlotterer wacht auf)
Wacht auf
Ein Muttermord
Schlotterer
Was
Taubenheim
Wie
(Glaser wacht auf)
Klytämnestra(schreit)
Ein Muttermord
Glaser(fragend)
Ein Muttermord

Schlotterer(bestätigend zu Glaser)
Ein Muttermord
Taubenheim(zu Klytämnestra)
Wer war’s
Klytämnestra
Mein Sohn
Taubenheim
Dein Sohn
Klytämnestra
Mein Sohn Orest
Taubenheim( sich erinnernd)
O
Rest
Klytämnestra(schreit)
Hat mich
Die eig’ne Mutter
Klytämnestra
Umgebracht
(Benthien, Lallo, Willick wachen auf)
Schlotterer
Die eigne Mutter
Glaser
Umgebracht
Willick
Wer
Glaser(Willick missverstehend)
Sie
Taubenheim
Orest
Willick(fragend)
Orest
Lallo
Was ist mit ihm
Taubenheim
Hat seine Mutter umgebracht
Willick(für sich, erinnernd)

Orest
Lallo(fragend)
Die eigne Mutter
Taubenheim
Umgebracht
Lallo
Wie heisst sie
Klytämnestra(schreit)
Klytämnestra
Willick(für sich, sich erinnernd)
Klytämnestra
Benthien(zu Klytämnestra)
Kennst Du sie
Klytämnestra
Ob wen ich kenne
Benthien(zu Klytämnestra)
Klytämnestra
Lallo(zu Klytämnestra)
Seine Mutter
Klytämnestra(schreit)
Seid umnachtet Ihr
Durch allzulangen Schlaf
(alle anderen Erinyen wachen auf)
Ich Klytämnestra
Bin gemordet
Durch den eig’nen Sohn Orest
Und er
Apollon
Sohn des Zeus
Hat angestachelt ihn zu dieser Tat
Will
Altes Recht missachtend
Jetzt schützen ihn vor Rache
In Athenes Tempel
Schwestern
Packt den Mörder
(ab)

2.Szene
Alle
Schwestern
Packt
Den Mörder
Apollon
Ein Schritt nur
Und von diesem Bogen
Schnellen Pfeile
Auszulöschen Euch
Erbrechen sollt Ihr schwarze Klumpen Blut
Das Ihr gesaugt aus Euren Opfern
Wo
Pfählung Kastration und Steinigung
Verbrennung Schreie Knochenbersten
Menschliche Erniedrigung
Zu finden sind
Seid Ihr
Und labt Euch
Nicht in diesem Tempel
Fassnacht
Jetzt sind wir dran
Köhler
Du
Hast lang genug geredet
Apollon
Bitte
Mayr
Du bist schuld
Stadelmann
An allem
Willick
Ja
Apollon
Warum
Fassnacht
Du hast ihn angestachelt
Köhler
Umzubringen seine Mutter

Apollon
Ja
Aus Rache für den Vater
Um dann
In diesem Haus
Zu stellen sich den Richtern
Zur Entsühnung
Mayr
Warum dürfen wir nicht rein
Apollon
Ihr seid hier nicht erwünscht
Stadelmann
Durch unser Amt
Willick
Sind wir berechtigt
Apollon
Welches Amt
Fassnacht
Zu rächen Mord an Müttern
Apollon
Und der Mord am Ehemann
Köhler
Gilt nicht
Mayr
Ist fremdes Blut
Apollon
Ihr wisst nicht Dass der höchste Bund
Durch Hera und durch Zeus gestiftet
Beschenkt durch Aphrodite
Der ist
Zwischen Mann und Frau
Seid nicht bereit
Wenn dieser Bund durch Mord verletzt wird
Einzuschreiten
Und
Zu rächen den Ermordeten
Dann habt an Orest
Ihr ebenfalls kein Recht
Und unparteiisch prüfen
Wird Athene diesen Fall

Benthien
Der Fall ist klar
Glaser
So speist man uns nicht ab
Lallo
Du Götterschnösel
Nickles
Nicht zur Gaudi sind wir hier
Seite 58 von 101
Textbuch DIE ORESTIE, Aischylos, Bearbeitung: Andreas von Studnitz, Theater Ulm, Spielzeit 2006 / 2007
PDF Datei Internetseite Theater Ulm, © Andreas von Studnitz
Schlotterer
Ein heilig Amt bekleiden wir
Apollon
Ein Ekelamt
Taubenheim
Missbrauch nur Deine Macht
Benthien
Die Zeus Dir gab
Fassnacht
Wir lassen nie
Glaser
Nie ab von ihm
Frauen
Wir lassen nie
Männer
Nie ab
Alle
Wir lassen nie
Nie ab von ihm
Wir lassen nie
Nie ab
Orest
Athene
Göttin
Auf Geheiss Apollons
Steh ich hier
In Deinem Haus
Und bitte
Um den Richterspruch
Fassnacht
Da isser
Lallo
Will verkriechen
Köhler
Unter ihrem Rock sich
Nickles
Feigling

Mayr
Büssen soll er
Schlotterer
Büssen
Stadelmann
Jetzt
Taubenheim
Das Mark saugt aus
Willick
Dem Muttermörder
Benthien
Muttermörder
Orest
Abgebüsst
Hab’ ich die Tat
Sie ist verjährt
Fassnacht
Verjährt
Köhler
Niemals
Glaser
Niemals erkaltet uns’re Wut
Lallo
Ü ber vergoss’nes Mutterblut
Orest
Athene
Mayr
Nicht Apollon
Stadelmann
Nicht Athene
Nickles
Wird bewahren Dich vor uns
Schlotterer
Auf Schwestern auf
Stimmt an das Lied

Alle
(sie intonieren summend, singen)
Frauen
Aug’ um Auge
Männer
Blut um Blut
Frauen
Wer nicht frevelt

Männer
Der ist gut
Frauen
Braucht nicht fürchten
Männer
Uns’re Wut
Frauen
Doch wir rächen
Männer
Die Verbrechen
Alle
An den Mördern
Frauen
Wie die Moira
Männer
Uns befiehlt
Frauen
Denn es gilt
Männer
Was immer galt
Frauen
Aug’ um Auge
Männer
Blut um Blut

Frauen
Niemals ruht
Männer
Dies heilig’ Amt
Frauen
Das seit je
Männer
Das uns’re ist
Frauen
Einzutreiben
Männer
Von den Menschen
Alle
Ihre Schuld
Frauen
Wir beflecken
Männer
Uns’re Hände
Frauen
Blut’ge Arbeit
Männer
Leisten wir
Frauen
Für die Götter
Männer
Die uns meiden
Frauen
Und nicht leiden
Männer
Kann uns Zeus
Frauen
Seine Pflichten
Männer
Wir verrichten

Frauen
Wenn wir strafen
Männer
Wenn wir singen
Frauen
Aug’ um Auge
Männer
Blut um Blut
3.Szene
Athene(auf)
Ein Hilferuf Von fern
Drang an mein Ohr
Aus meinem Haus
Wer rief
Ein Mann
Und Ihr
Wer seid Ihr Sagt
Nicht Menschen scheint Ihr mir zu sein
Wärt Götter Ihr
Müsst’ ich Euch kennen
Apollon
Das sind
Die bösen greisen Mädchen
Schwester
Athene
Wer
Apollon
Erinyen
Taubenheim
Göttinnen
Fassnacht
Wie Du
Benthien
Du Tochter Zeus
Köhler
Doch abgeschoben hat man uns
Glaser

Ins Dunkel
Mayr
Müllarbeit verrichtend dort
Lallo
Für den Olymp
Stadelmann
Für Zeus
Nickles
Der sich zu fein ist
Willick
Für die Arbeit
Schlotterer
Die wir tun
Fassnacht
Für Zeus
Taubenheim
Doch die getan werd’n muss
Köhler
Zu hetzen Mörder
Benthien
Lebenslang
Athene
Das habt Ihr vor mit ihm
Stadelmann
Jawoll
Athene
Warum
Glaser
Er hat getötet
Willick
Nein
Lallo
Gemordet

Athene
Wen
Frauen
Das Liebste
Männer
Seine Mutter
Athene
So
Warum
Alle
Wen int’ressiert das
Athene
Mich
Hat er vielleicht gehandelt
Unter Zwang
Aus Notwehr
Gab es einen Grund
Der mildern könnte seine Schuld
Alle
Was soll das sein
Frauen
Wo gibt es einen Grund
Männer
Die Mutter umzubringen
Alle
Her mit ihm
Athene
Erst werd’ ich hören
Was er sagt

Fassnacht
Wieso denn das
Nickles
Unschuldig Wird er sagen Sei er
Köhler
Doch er lügt
Schlotterer
Heraus mit ihm
Athene
Achso
Ihr sucht nur Rache
Nicht
Gerechtigkeit
Mayr
Wo ist der Unterschied
Athene
Wenn Standpunkt Gegen Standpunkt steht
Muss ein Gericht entscheiden
Taubenheim
Gut
Stadelmann
Entscheide Du
Athene
Ihr wählt zum Richter
Ü ber Eure Sache
Mich
Benthien
Warum nicht
Willick
Du bist eine Frau
Glaser
Und nicht parteiisch
Alle
Wie Apollon
Athene
Fremder
Sag Woher Du kommst

Wer bist Du
Warum suchst Du Schutz
In meinem Tempel
Was entgegnest Du
Dem Vorwurf
Der Erinyen
Orest
Ich bin Orest
Aus Argos
Sohn von König Agamemmnon
Der in Troja kämpfte
Siegte
Heimkam
Und erschlagen ward
Von Klytämnestra
Seiner Frau
Zurückgekehrt aus der Verbannung
In die geschickt mich meine Mutter
Zu Beginn des Krieges
Räch’ ich an ihr
Den Tod des Vaters
Auf Befehl Apollons
Der mir schlimmste Qualen prophezeit’
Sollt’ ich mich weigern
So tat ich
Was ich musste
Seitdem werde ich gejagt
Von Mutter’s Rachehunden
Athene
Spräch’ ich ihn frei
Wärt Ihr bereit
Dies Urteil anzunehmen
Fassnacht
Nie
Köhler
Warum
Athene
Das heisst
Nicht einen Richter wähltet Ihr
Als Ihr mich wähltet
Sondern
Eine Richterin
Lallo
Ein Richter Eine Richterin

Nickles
Was soll das
Mayr
Du sollst sprechen
Stadelmann
Recht
Schlotterer
Ja

Taubenheim
Hat Orest gemordet
Willick
Ja
Fassnacht
Die Mutter umgebracht
Benthien
Ja
Glaser
Und gestanden
Athene
Das ist nicht der Punkt
Frauen
Der einzige
Athene
Für Euch
Männer
Sprich endlich Recht
Athene
Und welches
Vater oder Mutterrecht
Frauen
Es gibt nur eines
Männer
Mutterrecht
Athene
Unmöglich scheint es mir
Zu richten
Ü ber diesen Mord allein
Sprech’ ich Dich frei von Schuld
Und dafür gibt es Argumente
Werden jene Ihre Wut
Durch Seuchen Pest und Unheil and’rer Art
Befriedigen
An unserm Land
Was niemand hilft
Gebunden sind die Hände mir

Deshalb
Ein anderes Gericht muss her
Köhler
Ein anderes Gericht
Athene
Ich wähle
Unter diesen Bürgern
Zehn Geschworene aus
Fünf Männer und fünf Frauen
Denen tragt Ihr Euren Standpunkt vor
Auch Du Orest
Und dann
Wird abgestimmt
Fortan soll dies
Bei allen Streitigkeiten
Das Verfahren sein
Um zu ermitteln
Wer
Im Recht ist
(Athene ab)
Lallo
Apokalypse
Mayr
Untergang
Nickles
Die alte Ordnung
Stadelmann
Bricht zusammen
Schlotterer
Wenn sich durchsetzt
Willick
Muttermörderei
Taubenheim
Macht jeder
Alle
Was er will
Frauen
Wenn Strafe

Männer
Nicht mehr Strafe ist
Fassnacht
Es gibt ja immer
Benthien
Irgendeinen Grund
Köhler
Der mich entschuldigt

Glaser
Menschen
Mayr
Halten sich nur an Gesetze
Lallo
Wenn sie müssen
Stadelmann
Und die Folgen
Nickles
Drastisch sind
Willick
Bei Nichteinhaltung
Schlotterer
Angst vor Strafe
Männer
Anders
Frauen
Geht es nicht
Taubenheim
Drum haben wir von Zeus
Fassnacht
Doch dieses Amt erhalten
Benthien
Weil wir
Köhler
Jeden Fehl verfolgen
Glaser
Und dann kommt Athene
Mayr
Seine Tochter
Lallo
Und
Stadelmann
Statt auszuliefern

Nickles
Diesen Mörder
Fassnacht
Pflichtgemäss
Schlotterer
Erfindet
Köhler
Eine neue Ordnung sie
Taubenheim
Ein anderes Gericht
Mayr
Wo Menschen
Benthien
Richten sollen
Stadelmann
Ü ber Menschen
Glaser
Da wäscht dann
Willick
Eine Hand die andere
Lallo
Begnadigst Du mich
Fassnacht
Zahl ich Dich
Nickles
Und zahlst Du nicht
Köhler
Bestraf ich Dich
Frauen
Gerechtigkeit
Männer
Der neuen Zeit
Schlotterer
Die Menschen

Mayr
Werden sich noch wundern
Taubenheim
Wenn diese neue
Stadelmann
Freiheit
Benthien
Gegen sie
Willick
Sich kehrt
Glaser
Wenn nichts
Fassnacht
Verlässlich ist
Lallo
Weil ein Gericht
Alle
Von Menschen
Köhler
Urteilt
Nickles
Schuldig oder nicht
Männer
Zum
Frauen
Lachen
Mayr
Weinen
Schlotterer
Weinen werden noch
Stadelmann
Die Menschen
Taubenheim
Wenn sie merken

Willick
Was für ein Geschenk
Benthien
Athene ihnen da gemacht
Fassnacht
Doch dann
Glaser
Ist es zu spät
Köhler
Dann
Lallo
Ist das Pferd schon in der Stadt
Mayr
Das Pferd
Nickles
Das hohle Pferd
Stadelmann
Aus Holz
Schlotterer
Aus dem das Unheil kam
Willick
Für Troja
Taubenheim
Stimmt
Männer
Geschichte wiederholt sich
Frauen
Fürchterlich
Athene(auf mit Wahlkästchen)
Zehn Steine hab ich hier
Für jeden Richter einen
Zu stecken
Abgedeckt durch dieses Tuch
Ins linke
Oder rechte Loch
Links wohnt die Gnade
Rechts bedeutet Schuld
Die Steine fallen

Durch die Löcher
In zwei Kästchen
Sollte
Das Ergebnis
Unentschieden sein
So habe einen elften Stein ich hier
Der dann
Entscheidet
Also
Gottesurteil
Wenn es keine Mehrheit gibt
Für Gnade oder Schuld
Doch vorher
Richterinnen
Richter
Dieser Stadt
Hört an die Kläger Und den Angeklagten
Frauen
Was hat
Männer
Apollon
Alle
Hier zu suchen

Apollon
Zeuge bin
Und Anwalt ich
Des Angeklagten
Schutz erbittend kam er in mein Haus
Ich habe reingewaschen ihn
Vom Muttermord
Den ich befahl
Athene
Hiermit
Eröffn’ ich den Prozess
Der Kläger hat das Wort
Benthien
Wir machen’s kurz
Fassnacht
Hast Du ermordet
Glaser
Deine Mutter
Orest
Ja
Köhler
Er gibt es zu
Lallo
Der Fall ist klar
Mayr
Wie
Nickles
Hast Du sie ermordet
Orest
Ich schnitt ihr
Durch die Kehle
Stadelmann
Er schnitt ihr durch die Kehle
Schlotterer
Hast
Willick
Du selbst

Taubenheim
Die Tat
Fassnacht
Geplant
Benthien
Hat wer
Mayr
Gezwungen Dich
Orest
Gezwungen nicht
Jedoch Apollon hat
Mit seinem Seherspruch
Veranlasst mich
Zu töten meine Mutter
Glaser
Was für ein Seherspruch
Orest
Dass mich die Rachehunde meines Vaters
Lebenslang verfolgen würden
Stadelmann
Aus dem Regen
Lallo
In die Traufe
Willick
Die Rachewelpen Agamemmnons
Nickles
Beissen nicht
Alle
Die lecken nur
Orest
Was ich getan
Hab’ ich getan
Und tät’ es wieder
Schlotterer
Nach dem Urteil
Fassnacht

Sag’s nochmal
Orest
Mein Vater schützt mich
Taubenheim
Aus dem Totenreich
Köhler
Wohin Du
Benthien
Deine Mutter

Mayr
Hast geschickt
Orest
Zweimal
Hat sie gemordet
Glaser
Wie denn das
Orest
Den Vater mir
Und ihren Mann
Alle
Du lebst
Stadelmann
Sie hat gebüsst
Lallo
Durch ihren Tod
Willick
Ihr Mord
Frauen
Ist hier
Männer
Nicht Thema
Orest
Auch als sie noch lebte nicht
Fassnacht
Wir rächen nur
Nickles
Den Mord
Köhler
Am eignen Blut
Orest
Wieso bin ich Ihr Blut
Und nicht das Blut des Vaters
Schlotterer
Sie

Mayr
Hat Dich getragen
Taubenheim
Unterm Herzen
Stadelmann
Sie
Benthien
Ist Deine Mutter
Willick
Väter können viele sein
Glaser
Weiss nie genau der Mann
Alle
Ob er der Vater ist
Lallo
Auch nicht
Fassnacht
Das Kind
Nickles
Dass unter Schmerzen
Köhler
Sie
Schlotterer
Dass Leben schenkte
Mayr
Dir
Taubenheim
Die Mutter
Stadelmann
Weisst Du
Willick
Und die tötest Du

Orest
Apollon
Sprich
Hatt’ ich ein Recht
Die Mutter umzubringen
Oder nicht
Apollon
Orest tat recht
Denn er tat nur
Was Zeus
Mein Vater
Ihm
Durch mich
Befahl
Ihr wisst ich lüge nicht
Und Ihr
Denk’ ich
Wollt weiser nicht entscheiden
Als
Zeus
Frauen
Von Zeus
Männer
Behauptest Du
Alle
Kommt diese Tat
Apollon
Glaubt Ihr
Der Himmel akzeptiere
Dass ein Mann
Den Zeus zum König kürte
Stirbt
Durch eine Frau
Und nicht nach Amazonenart
Im offenen Kampf
Nein Hinterrücks ermordet
Ihr alle wisst
Wie dieser Mann krepieren musste
Der nichts tat
Als für sein Land zu kämpfen
Siegreich heimkehrt
Sich
Erschöpft
Den Armen seiner Gattin anvertraut
Um dann


(Geste)
Das Volk
Für das Ihr stellvertretend
Eure Steine in das Kästchen werft
Wird wissen
Wie es zu entscheiden hat
Benthien
Zeus hat
Glaser
Den eig’nen Vater
Lallo
Kronos
Nickles
Angekettet einst
Schlotterer
Da war
Frauen
Der Vater
Taubenheim
Ihm egal
Apollon
Muss ich
Den Unterschied erklären
Zwischen Mord
Und Fesselung
Worüber reden wir
Fassnacht
Wir reden über
Männer
Mord
Köhler
Mord
Männer
An der Mutter
Mayr
Den Orest begangen hat
Männer

Wo
Stadelmann
Kann er sich noch blicken lassen
Männer
Nicht
Willick
Im Haus des Vaters
Männer
Nicht
Frauen
In Argos
Alle
Nir
Gend
Wo
Benthien
Untragbar ist
Fassnacht
Für jeden Staat er
Apollon
Wo
Nehmt Ihr das Recht her
Zu behaupten
Dass die Mutter
Höher als der Vater steht
Sie zeugt nicht Nein
Sie ist
Die Wirtin nur
Der Mann
Legt seinen Keim
Ins Beet der Frau
Und es entsteht
Vielleicht
Ein Kind
Doch anders geht es auch
Beweis
Athene
Meine Schwester
Kind von Zeus
Ward nicht gezeugt mit einer Frau
Wenn hier

Von Hierarchie gesprochen wird
Dann muss sie lauten
Vater Mutter Kind
Nicht Mutter Kind
Und irgendwann der Vater
Deshalb
Athene
Hab’ ich Orest zu Dir geschickt
Dass er für immer steh’
In Deiner Pflicht
Dass Du ihm bist
Verbündete
Und Argos und Athen
Es werden
In der Zukunft
Athene
Die Reihe ist an Euch
Ihr Richterinnen
Richter
Wenn
Die Klägerseite
Nicht noch etwas sagen will
Glaser
Was Ihr geschworen habt
Köhler
Im Herzen
Lallo
Darauf achtet
Köhler
Wenn Ihr abstimmt
Athene
Volk von Attika
Athenerinnen und Athener
Hier
Auf diesem Hügel
Lagerten
Als sie mit Theseus kämpften
Die Amazonen
Hier bauten
Gegenüber der Akropolis
Eine Festung sie
Und opferten
Dem Gott des Krieges
Ares

Seitdem heisst der Hügel
Areshügel
Areopagos
Drum soll der Name des Gerichtes lauten
Areopag
Symbol für einen Ort
An dem der Mensch
Das Recht verteidigt
Gegen Diktatur
Und Anarchie
Und Manipulation
Nehmt Eure Steine und
Sprecht Recht
(geht mit dem Wahlkästchen von Zuschauer
zu Zuschauer)
Nickles
Vergesst nicht
Mayr
Wer wir sind
Apollon
Und nicht
Apollon
Zeus
Und die Orakel
Schlotterer
Du
Stadelmann
Misch Dich nicht ein
Taubenheim
In Mord
Willick
Orakelnd
Frauen
Wenn unser Recht
Männer
Mit Füssen
Alle
Hier getreten wird
Frauen
Schon mal hat er uns reingelegt

Männer
Uns einen Menschen abgequatscht
Apollon
Wer mich verehrt
Lebt nicht verkehrt
Frauen
Er reisst
Männer
Die alte Ordnung
Alle
Ein
Apollon
Wer schreit
Hat Unrecht
Benthien
Junger Mann
Fassnacht
Wir warten auf das Urteil
Glaser
Dann
Köhler
Entscheiden wir
Alle
Die nächsten Schritte
Athene
Alle Steine sind im Kästchen
Und
Seht her
(sie öffnet es)
Fünf Richter sind
Für Schuld
Fünf sagen Gnade
Für den Angeklagten
Somit bin das Zünglein an der Waage
Ich
Ich gebe meinen Stein
Orest

Alle
Verrat
Athene
Der Mann
Der Vater
Steht mir näher
Als die Frau
Die Mutter
Denn keine Mutter
Hat geboren mich
Fremd ist die Ehe mir
Und Frauen
Die den Ehemann erschlagen
Da unter diesen Richtern
Keine Mehrheit ist
Die sagt
Orest ist schuldig
Sage ich
Nicht schuldig ist Orest
(Orest fällt in Ohnmacht.
Apollon entschwindet mit ihm nach oben)
Frauen
So
Lallo
Springt man mit uns um
Nickles
Mit alten Bräuchen
Frauen
Diese
Schlotterer
Jungen Götter
Frauen
Und
Taubenheim
Die Menschen
Frauen
Diese
Benthien
Undankbaren

Frauen
Haben
Glaser
Vorgeführt
Frauen
Vernichtet
Männer
Uns
Frauen
Die Pest
Männer
Geschwüre
Frauen
Aussatz
Männer
Seuchen
Frauen
Krebs
Den ganzen
Lallo
Krankheitskatalog
Frauen
Ihnen
Männer
An
Den
Hals
Frauen
Für immer

Athene
Lasst nicht Euren Unmut
An den Menschen aus
Zeuss sprach frei Orest
Durch mich
Nicht diese Richter
Dafür wollt Ihr rächen Euch
Ihr sollt
In meinem Land
Einnehmen einen Ehrenplatz
Als Hüter der Gerechtigkeit
Fassnacht
So springt man
Köhler
Mit uns um
Mayr
Die Götter
Stadelmann
Und die Menschen
Willick
Haben vorgeführt
Fassnacht
Verschaukelt uns
Köhler
Vernichtet
Mayr
Pest
Stadelmann
Geschwüre
Willick
Aussatz
Fassnacht
Seuchen
Köhler
Krebs
Mayr
Für immer

Stadelmann
Ihnen an den Hals
Athene
Niemand hat Euch vorgeführt
Willick
Verschaukelt
Alle
(sie intonieren summend, singen)
Frauen
Aug’ um Auge
Männer
Blut um Blut
Frauen
Wer nicht frevelt
Männer
Der ist gut
Frauen
Braucht nicht fürchten
Männer
Uns’re Wut
Frauen
Doch wir rächen
Männer
Die Verbrechen
Alle
An den Mördern
Frauen
Wie die Moira
Männer
Uns befiehlt
Frauen
Denn es gilt
Männer
Was immer galt

Frauen
Aug’ um Auge
Männer
Blut um Blut
Frauen
Niemals ruht
Männer
Dies heilig’ Amt
Frauen
Das seit je
Männer
Das uns’re ist
Frauen
Einzutreiben
Männer
Von den Menschen
Alle
Ihre Schuld
Frauen
Wir beflecken
Männer
Uns’re Hände
Frauen
Blut’ge Arbeit
Männer
Leisten wir
Frauen
Für die Götter
Männer
Die uns meiden
Frauen
Und nicht leiden
Männer
Kann uns Zeus

Frauen
Seine Pflichten
Männer
Wir verrichten
Frauen
Wenn wir strafen
Männer
Wenn wir singen
Frauen
Aug’ um Auge
Männer
Blut um Blut
(Liedende)
Frauen
Vorbei
Männer
Gestohlen haben uns
Frauen
Die Götter
Alle
Unser Lied
Athene
Ein schön’res sollt Ihr singen
Mit Rat und Tat
Zur Seite stehen mir
Und Eure Weisheit
Sei geachtet und verehrt
Von meinen Bürgern
Nickles
Wer garantiert das
Athene
Ich
Lasst Ihr
Euch friedlich nieder hier
Seid Ihr willkommen mir
Fassnacht
Aug’ um Auge
Schlotterer

Blut um Blut
Köhler
Wer nicht frevelt
Taubenheim
Der ist gut
Mayr
Braucht nicht fürchten
Benthien
Uns’re Wut
Stadelmann
Niemals ruht
Glaser
Dies heilig’ Amt
Willick
Einzutreiben
Lallo
Von den Menschen
Fassnacht
Ihre Schuld
Athene
Seht Ihr
Das Rachelied
Erstirbt
Auf Euren Lippen
Singt
Ein schöneres
Singt von
Versöhnung
Nickles
Irgendwie
Köhler
Ich weiss nicht
Schlotterer
Ja
Mayr
Ich spüre

Taubenheim
Nicht mehr
Stadelmann
So viel
Benthien
Wut
Willick
Genau
Glaser
Sie hat

Fassnacht
Mich
Lallo
Irgendwie
Köhler
Verführt
Nickles
Genau
Mayr
Wie können wir
Schlotterer
Dir glauben
Stadelmann
Woher
Taubenheim
Wissen wir
Willick
Dass man uns nicht
Alle
Betrügt
Benthien
Geachtet und verehrt
Glaser
Von Deinen Bürgern
Fassnacht
Wer garantiert das
Athene
Ich
Nur wer Euch achtet
Euch mit Opfern ehrt
Begünst’ge ich
Köhler
Das gilt
Mayr
Für immer

Athene
Ja
Alle
Hmhm
Hmhm
Gut
Athene
Ihr bleibt hier
Als Freunde
Alle
Ja
Lallo
Und welches Lied
Stadelmann
Soll jetzt
Willick
Das uns’re sein
Athene
Aug’ um Auge
Blut um Blut
Das war gestern
Ab jetzt ruht
Euer altes Heilig’ Amt
Denn zu rächen
Die Verbrechen
Ist nicht länger Eure Pflicht
Dafür gibt es
Ein Gericht
Recht zu sprechen
Und nicht Rache
Deshalb wählen Bürger
Richter
Angeklagte sind nur schuldig
Spricht sie schuldig
Ein Gericht
Dafür
Dass die Menschen ehren
Achten
Das Gericht
Werdet Sorge tragen Ihr
Ihr
Die alten greisen Mädchen
Ehrengötter dieser Stadt

Nickles
Aug’ um Auge
Fassnacht
Blut um Blut
Frauen
Das war gestern
Männer
Ab jetzt ruht
Schlotterer
Unser heilig’ Amt
Taubenheim
Ein Verbrechen
Köhler
Zu bestrafen
Männer
Ist nicht länger
Benthien
Unsre Pflicht
Mayr
Dafür gibt es
Männer
Ein Gericht
Frauen
Recht zu sprechen
Glaser
Und nicht Rache
Frauen
Deshalb
Lallo
Wählen Menschen Richter
Männer
Angeklagte
Nickles
Sind

Stadelmann
Nur schuldig
Schlotterer
Spricht sie schuldig
Männer
Ein Gericht
Frauen
Dafür
Willick
Dass die Menschen ehren
Frauen
Achten
Taubenheim
Das Gericht
Benthien
Werden Sorge tragen
Frauen
Wir
Männer
Wir
Alle
Die alten greisen Mädchen
Männer
Ehrengötter
Frauen
Dieser Stadt
Athene
Bürgerinnen
Bürger
Dieser Stadt
Ihr seht
Die alten Mächte sind besänftigt
Ehrt und achtet sie
Sie achten Euch
In Eure Hände ist fortan gelegt
Entscheidung
Über Schuld
Und Recht

Und Krieg
Und Frieden
ENDE

 

 

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