Charles Dickens (1812 - 1870)
Seine Bücher brachten die sozialen Mißstände zu Bewußtsein.
Der englische Schriftsteller wurde am 7. Februar 1812 in Landport bei
Portsmouth geboren, wuchs in Chatham und ab 1822 in London auf.
Da sein Vater in Geldschwierigkeiten geriet, mußte er die Schule
abbrechen und sich eine Arbeit suchen. Die Erfahrungen, die er als Hilfsarbeiter
machte, sollten sein ganzes Leben prägen. Dickens arbeitete sich
vom Anwaltsgehilfen zum Gerichtsreporter und Parlamentsstenographen hoch
und wurde schließlich Journalist beim "Morning Chronicle",
für den er Reportagen und Feuilletons schrieb.
Die 1836/37 erschienenen humoristischen Pickwick Papers machten ihn einer
breiteren Leserschaft bekannt. Seine ersten Romane entstanden als Fortsetzungsgeschichten
in Zeitungen, oft schrieb er mehrere gleichzeitig. In ihnen schilderte
er das Milieu der Großstadt mit ihren Kleinbürgern, Arbeitern,
großen und kleinen Gaunern - meist skurrile Originale - detailgetreu
und mit deutlicher Sozialkritik. Dickens begründete damit die Tradition
des "sozialen Romans".
Seine Bücher waren genau recherchiert, wie etwa der Welterfolg Oliver
Twist ( 1838), in dem es um Kinderkriminalität ging, oder entstammten
der eigenen Erfahrung, wie der zum größten Teil autobiographische
David Copperfield (1850).
Es ging ihm nicht nur um literarischen Erfolg, sondern er wollte das
Gewissen seiner Zeit wachrütteln und den Weg für soziale Reformen
ebnen. Schließlich wurde er Herausgeber der "Daily News" und
kaufte im 1868 den Landsitz Gandshill Place in Rochester, wo er am 9.
Juni 1870 starb.
|